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(Für alle, die das Video noch nicht gesehen haben sollten.)

A League of His Own
Tariq Panja, Andrew Martin, and Vernon Silver, Bloomberg Business

Ein lesenswertes Panorama der Blatter-Welt (via Weekly Filet):

In a Strangelovian lair on the third subterranean level, Blatter holds executive committee meetings in a conference room with a floor of lapis lazuli. The room is lit by a round, crystal chandelier meant to evoke a soccer stadium.

 

Why movies make the best journalism
Richard Gehr, Columbia Journalism Review

Produzieren Dokumentarfilmer den besseren Journalismus? Die These ist reizvoll, aber ich denke nicht, dass sie zutrifft. Bekäme ein Printjournalist das gleiche Zeit- und Geldbudget wie ein Dokumentarfilmer, dann wäre das Ergebnis wohl vergleichbarer. Richtig ist allerdings, dass Storytelling grundsätzlich im Print unterschätzt wird.

As Academy Award-winning Citizenfour director Laura Poitras noted at a recent Sundance panel, documentary filmmaking is “journalism plus”: a combination of fact-finding, storytelling, and “trying to get at larger questions about the human condition.”

 

Die Produktion von Angst
Constantin Seibt, Tages-Anzeiger

Die Empörungsgeschichte ist heute das erfolgreichste Genre des Journalismus. Vor den Folgen warnt Constantin Seibt.

Er is geen enkel bewijs dat de Nederlandse kabels zijn afgetapt
Maurits Martijn, De Correspondent

In den Niederlanden ist – genau wie in Luxemburg –  die Überwachung europäischer Datenleitungen durch den BND ein Thema. Hier wie dort basiert die Berichterstattung auf Dokumenten, die der österreichische grüne Abgeordnete Peter Pilz veröffentlicht hat. Martijn warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen: Niemand wisse, ob die Dokumente echt seien, ob die Leitungen tatsächlich angezapft worden sind, um welchen Typ es sich handelt, ob es um Massenüberwachung geht, teils handelt es sich um Wunschlisten (allerdings nicht im Falle Luxemburgs) usw. Der Autor fordert Aufklärung vom niederländischen Netzbetreiber und politischen Druck, um von deutscher Seite Informationen zu erhalten.

Enquête sur l’Islam de France
Jacques Monin, France Inter

Wer repräsentiert den Islam in Frankreich? Laut dieser – sehr differenzierten – Reportage sind es ältere Männer, die von den Konsulaten Marokkos, Algeriens und der Türkei ausgewählt werden. Der ausländische Einfluss erschwert eine Modernisierung der Strukturen und der Glaubensinhalte, die vermittelt werden. Der Laizismus verhindert jede Einflussnahme des französischen Staates auf die Entwicklung des Islams in Frankreich. Eine strikte Trennung ist also nur bedingt hilfreich – eine Erkenntnis, die in Luxemburg geflissentlich ignoriert wird.